Sanfter Tourismus, harte Wahrheiten – eine Zeitreise durch fast 50 Jahre Tourismusgeschichte
Shownotes
1979 hat er angefangen, Tourismus zu studieren – heute ist er fast ein Tourismusweiser. Moderator Adi Hadzimuratovic spricht mit Prof. Dr. Peter Zimmer, Gründer der FUTOUR Tourismusberatung und Professor an der IU Internationale Hochschule in Essen, über ein Berufsleben zwischen sanftem Tourismus, Nachhaltigkeitszertifizierung und künstlicher Intelligenz. Von seinen Anfängen bei Stiftung Warentest und Studiosus über die Gründung von FUTOUR und Ecotrans bis zur Frage, was Digitalisierung und KI heute für die Beratungsarbeit bedeuten – ein Gespräch über Haltung, Durchhaltevermögen und warum Nachhaltigkeit im Tourismus nie aus der Mode kommen darf.
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00:00:09: On Tourism Talk, der Podcast für digitalen
00:00:09: Tourismus.
00:00:13: Willkommen zu einer neuen Folge von One Tourism talk!
00:00:17: Ich freue mich sehr, dass Sie wieder eingeschalten haben.
00:00:20: und für die, die das erste Mal rein hören – mein Name ist Adi Hajimoratovic.
00:00:25: In diesem Podcast reden wir mit sehr bekannten Persönlichkeiten aus dieser Branche, mit Menschen, die diesen tollen Markt im Tourismus aktiv unerfolgreich gestalten.
00:00:36: Uns geht es aber nicht nur darum was die Menschen machen, sondern vor allem wer die Menschen sind.
00:00:41: Wer steckt hinter diesen Ideen und hinter den Geschichten von Digitalisierung im Tourismus?
00:00:47: Nachhaltigkeit im Tourismus?
00:00:48: Transformation im Tourismo?
00:00:51: Was hat diese Menschen motiviert, diese Dinge zu tun?
00:00:54: Was in ihre Erfahrungen?
00:00:55: Was prägt sie?
00:00:56: Und vor allem was leiten wir uns auch daraus ab in dieser Branche für unser alltäglicher Arbeit und unseren Alltag?
00:01:04: Mein heutiger Gast kann sehr, sehr viel erzählen.
00:01:07: Ich nenne ihn fast ein Tourismusweisen denn er ist fast ein halbes Jahrhundert schon tätig in diesem Markt und prägt ihn aktiv mit.
00:01:18: da war ich nicht mal geboren.
00:01:19: ich bin auch schon vierundvierzig und ich freue mich sehr dass Peter Zimmer heute unser Gast ist um ihn einzuleiten und zu sagen was er alles in dieser Branche getan hat.
00:01:27: es gar nicht so einfach.
00:01:28: deswegen erwähne ich jetzt nur ein paar Stationen in seinem Werdegang.
00:01:33: Der Peter hat als Student im sanften Tourismus in seiner Studienzeit angefangen, hat Stationen über Stiftung Warn-Test, Studiosus und dem ADAC bis hin zur Gründung von FUTU und gleichzeitig hatte der europäischen Netzwerk Ecotrans mitgewirkt.
00:01:51: Er hat Leitbilder, Regionalmarken und Audits begleitet international gearbeitet und ist heute Professor für Touristikwirtschaft München, lieber Peter.
00:02:01: Ich freue mich sehr, dass du heute mein Gesprächspartner bist bei One Tourism Talk!
00:02:06: Ich freu' mich auch.
00:02:06: Danke für die Einladung.
00:02:08: Peter, bevor wir in den Werdegang eintauchen, dachte ich mir, lass uns mal vielleicht spontan mit einem Entweder-Oderrunde starten?
00:02:17: Ich nenne dir zwei Begriffe und du sagst mir was dir dazu einfällt.
00:02:21: Samfter Tourismus oder Nachhaltigkeitstourismus II Null?
00:02:27: Nachhaltigkeitstourismus... weil der samfte Tourismus eine Zeitumfasste so in den sechstiger, siebziger Jahren dann langsam sich entwickelt hat zur Nachhaltigkeit.
00:02:39: Weil zum sanften Tourismus dann plötzlich noch die Ökonomie dazu kam.
00:02:44: und heute diskutieren wir den Dreiklang ökologischer Voraussetzung ökonomischer Notwendigkeiten und sozialer Gegebenheiten, die gemeinsam unter einen Dach gebracht werden müssen.
00:02:57: Zweiter Begriff Reiseleiter oder Berater?
00:03:01: Als Reiseleiter bist du teilweise Berater, weil du den Menschen ein Land oder eine Kultur nahe bringst.
00:03:07: Das ist gar nicht so weit voneinander entfernt und ein Reise-Leiter-Job ist glaube ich ne gute Voraussetzung für einen Tourismus-und Regionalberater.
00:03:17: A der C oder Studiosus?
00:03:20: Na ja klar, Studioses das ist ein Reiseveranstalter, den ich von den Anfängen hier kennengelernt habe.
00:03:30: dieses Unternehmen sich am Markt entwickelt hat, bis heute wahrscheinlich Europas größter Kultur- und Studienreiseveranstalter.
00:03:38: Und das ist eine andere Hausnummer als der ADAC mit seinen zwanzig Millionen Mitgliedern natürlich.
00:03:45: Spannend
00:03:45: dazu später vielleicht noch ein bisschen mehr!
00:03:48: Röhn oder Eifel?
00:03:51: Das ist gemein weil beide Mittelgebirge sind Kunden von uns.
00:03:56: weiter haben wir unendlich lange und beraten sie noch.
00:03:59: Wir sind mit den Destinationsmanagersinnen befreundet, da kann ich keine Auswahl
00:04:06: treffen.".
00:04:06: Kann nicht voll davon ziehen!
00:04:08: Aber vielleicht nochmal so ein Vergleich München oder Rumänien?
00:04:11: Das ist nochmal gemein weil als ich über dreißig Jahre in München lebte hatte ich dem Leitspruch von Eugen Roth der auch in Münchenebde vom Ernst des Lebens halb verschont ist er schon der in Münche wohnt und habe es sehr genossen.
00:04:26: Aber mit Rumänien verbinden mich jetzt über fünf, dreißig Jahre.
00:04:31: Und ich habe das Land mir erschlossen und die Menschen... ...und die Kultur ist mir genauso ans Herz gewachsen.
00:04:38: Wenn eine Frau kommt ja auch aus Rumänia?
00:04:40: Eine Frau kommt aus Rumänen und von daher ist mir das an's Herz gewachsen.
00:04:44: Schön
00:04:44: gesagt!
00:04:45: Und die letzte Frage.
00:04:47: Menschenverstand oder Maschinenlogik?
00:04:50: Keine Frage, Menschenverstand.
00:04:53: Ich bin ein Analogatyp.
00:04:54: Ja, ich glaube einfach auch im Zeitalter von wachsenden Social Media Engagements und KI wird in letzter Instanz der Menschenverstand immer noch siegen und auch gebraucht werden.
00:05:07: Weil die Algorithmen, die vorgegeben werden ja nur Dinge sind, die aus der Vergangenheit zusammengefasst werden.
00:05:15: aber das Neue, das Kreative, dass zu schaffen und dann zu bewerten was es eigentlich für uns bedeutet erfordert Menschen Verstand.
00:05:23: Deswegen bin ich felsenfest überzeugt, dass wir den auch nicht so leicht ersetzen können durch Maschinen.
00:05:29: Peter weißt du?
00:05:30: Allein schon mit diesen kleinen Gegenüberstellungen merkt man sehr viel von deiner Haltung und wie zu Beginn gesagt habe es gar nicht einfach einzusteigen was du alles gemacht hast.
00:05:39: aber vielleicht beginnen wir ein bisschen in den Anfängen.
00:05:43: Ich sagte in der Einleitung etwas zur Studienzeit zum sammften Tourismus den dieser Begriff sanfter Tourismus gar nicht so geläufig ist.
00:05:54: Vielleicht erklärst du uns, was hatte es damals auf sich und wie prägtigt diese Erfahrung von damals bis heute?
00:06:00: Ich habe neunundsiebzig angefangen zu studieren, Tourismus- und Betriebswirtschaft in München.
00:06:06: Warum?
00:06:08: Weil ich natürlich Reisen liebte, fremde Kultur und die Sprache des Thema Tourismus wurde uns schon in Hessen, ich komme aus Kassel in der Schule nahe gebracht, also da habe ich schon mich mit dem Thema beschäftigt und hab dann allerdings im Studium relativ schnell auch festgestellt dass nicht alles eitel Sonnenschein ist im Tourismus.
00:06:30: Und das lag daran, dass man natürlich gesehen hat Deutsche Touristen fahren zu Hauf nach Spanien.
00:06:37: Obwohl da eine Diktatur ist, die Franco-Regime.
00:06:39: Sie fahren nach Griechenland und machen Urlaub, obwohl sie auch runter regiert hat.
00:06:44: Da gab es schon mal diese politische Dimension...
00:06:46: In welchen Jahren war das noch
00:06:48: einmal?
00:06:48: Das war in den Siebzigern.
00:06:50: Und dann war ja auch klar schon, dass häufig touristische Entwicklungen die Einnahmemöglichkeiten von einheimischen verringerten, weil plötzlich an Stränden die sie nutzten um Fische zu fangen und Hotelneubauten entstanden.
00:07:04: Es gab Widerstände es gab Organisationen die sich damit beschäftigt haben, Victurism Watch Kindesmissbrauch im Urlaub oder Prostitution zu verhindern.
00:07:15: Es gibt den World Wide Fund der sich mit diesen Fragen beschäftigt hatte Und es gab vor allen Dingen die Initiativen aus dem Umweltbereich Die immer wieder Finger auf die Wunden gelegt haben anrichten kann.
00:07:28: So und da war mir klar, wenn man etwas machen will im Tourismus dann muss man das mit berücksichtigen.
00:07:34: Aber meine Erweckung war eigentlich meine Zeit im ersten Praktikum.
00:07:39: Da war ich bei der Stiftung Bahntest in Berlin Und das Praktikum dauerte ein halbes Jahr.
00:07:43: Ich war eingesetzt als Reiseinspektor und habe drei Wochen lang im Januar Hotels in Kranca Naya getestet Und da saßen dann morgens um elf schon im Unterhemd irgendwelche Touristen und betranken sich.
00:07:57: Die Hotels hatten alle eine Einheitsfurniture, es war schwierig Unterschiede zu auditieren.
00:08:04: Da wollte ich eigentlich den Löffel hinschmeißen und habe gesagt, wenn das Tourismus ist, dann ist nicht das was ich eigentlich will.
00:08:10: Dann hatte ich aber einen klugen Teamleiter der hat gesagt wenn alle die mit den Formen und Folgen ihrer Branche nicht einverstanden sind weggehen Dann haben wir Ärzte, die ihren Beruf aufgeben.
00:08:21: Weil sie kritisch zur Pharmaindustrie stehen und dann bleiben nur die übrig, die genau das machen was wir eigentlich nicht wollen.
00:08:27: also du musst durchhalten und du musst versuchen was von innen heraus zu verändern.
00:08:33: Und dann habe ich weiter gemacht und hab durch ihn entweder Gruppe Neues Reisen kennengelernt, die es dann mit weiter ausgebaut habe.
00:08:40: Das war eine tolle Zeit.
00:08:41: da habe ich auch mal einen Freund Herbert Hamle kennengeladen.
00:08:44: Wir haben Ausstellung organisiert Achtung Touristen hier in München.
00:08:48: Er ist die größte Volkshochschule in Deutschland mit, ich weiß nicht, dreitausend Kursen oder so.
00:08:53: Da haben wir drei Wochen eine Ausstellung herbeholt aus dem Bremer Museum von einem Ethologen Christian Adler Achtung Touristen.
00:09:02: der hat gespiegelt wie die Touristen sich im Ausland verhalten und er hat gespiegelt wie er sich auch mal so verhalten würde.
00:09:11: Er hat jahrelang als Ethologe bei den Eskimos gelebt und bei den Inuits.
00:09:16: Und auch in Papua Neuginéa, und er ist dann im Feld Moching was glaube ich zu einer frohen Leichnahmsprozession gekommen mit einem Baströckchen und einem Penisrohr Als Papua verkleidet.
00:09:29: innerhalb von zwei Minuten war er festgenommen wurde abgeführt und er hat gesagt Ich habe nur das gemacht was ihr auch macht.
00:09:35: ich habe mich in meiner nationalen Kleidung auf eure religiösen Feste gegeben Und hat das in seinem Buch mit dem gleichnamigen Titel dann kontrastiert und hat damit Denkanstöße gegeben.
00:09:47: Also solche Aktivitäten haben wir unternommen, und hatten dann in Hochzeiten mit Tourismus mit Einsicht eine ganze Halle auf der ITB.
00:09:55: Da waren über dreißig Organisationen die das Thema gespielt haben.
00:10:00: Ich erinnere mich an eine sehr schöne Installation.
00:10:03: da war ein Spiegel oben drüber stand wenn du reingeguckt hast auch Du bist ein Tourist ja und dann mal klar zu machen
00:10:10: Wie hat man ganz kurz damals, was du ITB sagst?
00:10:12: Wie hatte man all das, was Du erwähntest ja sehr wahnsinnig viele Details.
00:10:16: Wie hat Man denn damals kommuniziert?
00:10:18: ist es jetzt natürlich eine Messe Wo man gezielt auch hingeht als Touristiker um zu Netzwerken und mehr zu erfahren?
00:10:26: aber Du Sagt Es Auch Achtung Touristen in München Richtig Ihr Habt ihr kommuniziert in den siebzig Jahren achten.
00:10:33: wir hatten zum Beispiel Natürlich die Möglichkeit Interviews Zu Geben.
00:10:38: Wir Haben kritische Journalisten kennengelernt, die unsere Arbeit begleitet haben.
00:10:43: Die über uns berichtet haben und wir waren immer so ein bisschen der Stachel im Fleisch der Tourismusindustrie weil das ist natürlich schöne Welt ne?
00:10:51: Die schönsten Tage des Jahres hat Neckarmann damals verkauft.
00:10:55: Und man hat ja auch nicht mehr gefragt was machst du im Urlaub sondern wofür hast du hin?
00:11:00: also es war automatisch klar dass es weg sein musste und es gab diese Sprüche was weiß ich... muss man arbeiten und vier Wochen im Jahr darf man leben, so ungefähr.
00:11:14: Das finde ich super spannend!
00:11:17: Damals war Deutschland-Tourismus gar nicht so verbreitet dass wir gesagt haben innerhalb Deutschlands als Deutsche verreiselt ist.
00:11:24: War immer dieses Wegfahren?
00:11:26: Ja das hängt damit zusammen.
00:11:27: natürlich gab es die ersten Fahrten mit Degener ins Allgäu.
00:11:32: Damals wurden die Sonderzüge mit den Touristen noch mit Blasmusik empfangen.
00:11:36: Es gab Stampelschnaps Und dann wurden die Gäste im Handkarren mit dem Koffer zu ihrer Unterkunft gebracht.
00:11:43: Das war noch ein persönlicher Empfang und das war natürlich eine tolle Geschichte, ja?
00:11:47: Wenn ihr anguckt wie man heute empfangen wird ist es natürlich ne ganz andere Nummer.
00:11:52: Aber nach den Wirtschaftswunder und nach dem Aufbau war die Sehnsucht nach Italien – Bella Italia natürlich groß.
00:11:59: Man fuhr mit dem ersten Auto über den Brenner und schon am Brenner der erste Espresso, das war Italien und dann ging's runter an die Adria oder eine Revierer.
00:12:08: Auf jeden Fall diese Sehnsucht kann man auch verstehen und die Sehmsucht ersetzt sich ja in allen Gesellschaftsschichten fort, ich habe meine Diplomarbeit geschrieben über Anspruch und Wirklichkeit Alternativ-Touristen.
00:12:22: Die jungen Leute waren der Auffassung wir sind keine Neckermänner, wir sind ja Individualisten, wir reisen mit wenig Geld um die Welt.
00:12:30: aber dass sie selber rund zweieinhalb tausend D-Mark Klamotten am Leib haben eine wetterfeste Kleidung, dass sie ein Ticket buchen konnten.
00:12:39: Dass sie irgendwo hinfliegen.
00:12:41: Dass Sie Infrastruktur in Anspruch nehmen, weil es gibt einen Flughafen.
00:12:44: Ja?
00:12:45: Dass Sie in der Hotels buchen können, dass Sie überhaupt die individuelle Freiheit haben solche Reisen zu unternehmen und nicht arbeiten zu müssen.
00:12:52: All das haben Sie nicht gesehen.
00:12:53: also es gab praktisch keinen Escape Room für Touristen.
00:12:59: Du bist ein Tourist egal wie du reißt ja.
00:13:02: Aber dann ging's um die Frage Wie kann man denn nachhaltig, wie es später hieß und umweltbewusst reisen.
00:13:10: Hast
00:13:10: du da schon begonnen mit Nachhaltigen bei Reisen?
00:13:12: Bevor du bei ADAC warst?
00:13:14: oder ist das die Zeit danach?
00:13:15: Ne vorher!
00:13:16: Das zweite Praktikum habe ich bei Studiosus gemacht und in der Zwischenzeit hatte ich auch eine Ausbildung als Stadtführer in München gemacht und bei Studioses als Reise.
00:13:25: Dadurch hab für Studioses die hat ne amerikanische Tochter habe ich vier Wochen amerikanisch-touristen durch europa geführt und das war auch noch mal einschneidende erfahrung.
00:13:36: die zusammenarbeit mit den menschen im tourismus.
00:13:39: was die erwartungen waren abends in florenz stehst und sagst du der gruppe okay heute Abend habt ihr immer frei und ihr könnt bald die stadt erkunden und dann fragen sie was machst du denn?
00:13:50: sagt ja ich gehe ein eis essen kann nicht los.
00:13:53: plötzlich drehe mich umhaltig zwanzig leute hinter mir die alle mit mir nach essen wollten.
00:13:57: also Ja, aber das war dann auch schön.
00:14:01: Wenn man den Menschen, die ein festes Programm sich vorgenommen hatten, kulturelle Art... Das ist halt die Philosophie auf einem Schilddosis am Wegesrand mal einen Markt erklärt, mal auf dem Markt geht, mal einkauft, was anderes, mal hinter die Kulissen schaut Verständnis versucht zu verschaffen für bestimmte kulturellen Eigenarten und so weiter.
00:14:22: Also da habe ich viel gelernt Hing auch immer mit dem Thema zusammen, wie reist man eigentlich?
00:14:30: Und das führt dazu dass man sagenlose Tourismus ein weltweites Phänomen.
00:14:35: Das wird man auch nicht abschaffen können.
00:14:37: wir verdienen ja auch unser Geld im Tourismus aber es gibt verschiedene Formen.
00:14:41: also muss ich Vorwheel Drive-Touren anbieten durch die Wüste muss sich Delfinshows angucken und so weiter kann ich vielleicht weniger oft reißen, dafür länger im Land bleiben.
00:14:53: Ich empfinde das sogar so ein bisschen stark wie in europäisches Phänomen.
00:14:57: meine Frau kommt halb aus Südkorea und als junger Mann beobachtet wie Südkoriana vor zwanzig- dreißig Jahren gereist sind wo wir Europäer schon individuell in der Welt unterwegs waren die Süd Korana mit Bussen und ähnlich so wie du gerade diese Erfahrung in Italien erklärt hast, der Gruppe folgend.
00:15:15: Und irgendwie seit das Szene Netflix-Szene, Filmszene wo die tollen Standorte in Europa gefilmt werden merke ich dass Asiaten heutzutage auch viele Individueller unterwegs sind.
00:15:27: Warum ich dich das frage?
00:15:28: Ich empfinde es ein bisschen als europäisches Phänomen.
00:15:31: Das ist von hier aus vor allem ausgegangen ist Wie sehr prägen wir heute noch als Europäer den Tourismus?
00:15:38: Es ist ein weltweites Phänomen und du siehst ja, wenn der Mittelstand wächst in China dann verändern sich auch die Reiseformen der Chinesen.
00:15:47: Die früher Europa in fünf Tagen gemacht haben, die lassen sich heute auch mehr Zeit und sind individueller unterwegs als.
00:15:54: ich glaube dass der europäische Gedanke sich da auch breit macht die Reisen anders zu genießen oder zu erfahren.
00:16:02: Bist du dir da etwas zurück, von dem du jetzt erzählst?
00:16:05: Weil ich merke das in wirklich andere Welten.
00:16:07: Wenn du vom Florentz Italien in den Siebzigern und Achtzigern erzählest zu heute... Du hast ja die gesamte Zeit mitgestaltet und miterlebt!
00:16:16: Gibt es irgendwas von früher wo du sagst, dass wünschst du dir heute wieder?
00:16:20: Ja
00:16:21: gut wenn du eine Reisegruppe hast in Venedig und willst mal deine Ruhe haben und gehst morgens um sechs Uhr joggen und joggst über die Brücken im Venedi und gehste auf einen Fischmarkt Ja, das ist alleine.
00:16:33: Das heißt Rover Tourism?
00:16:34: Es ist schon toll und heute hat es so einen Eintritt für Venedig.
00:16:39: Und es sind auch immer zwei Seelen in mir gewesen.
00:16:43: Ich war mal eingeladen zu einer größeren Veranstaltung in Venedi und da gab's ein Empfang im Danielis, ein teures Hotel.
00:16:51: Auf der Dachterrasse haben wir dann ein Cocktail zu uns genommen und dann fuhr ein Kreuzfahrtschiff an uns vorbei.
00:16:58: also du hast sozusagen Fühlt zehn Meter vor dir fuhrt das Kreuzfahrtschiff vorbei.
00:17:03: Das war natürlich nacht, venedig, das Kreusfeld beeindruckstvoll!
00:17:07: Aber gleichzeitig wusstest du auch dass das für die Lagunenstadt dörtlich ist.
00:17:12: und du wusstetest dass einheimische kritische Leute sagen wir haben von hunderttausend auf fünfzig tausend Bevölkerung abgebaut Wir haben keinen Wohnraum mehr.
00:17:21: Und dann haben wir noch die Kreuzahrtsschiffe die gegen unsere lagunen Befestigung schlagen.
00:17:27: Gleichzeitig war es so, die hätten's auch in der Hand ist zu ändern.
00:17:30: Sie könnten's ja verbieten!
00:17:32: Sie könnten das verlagern.
00:17:34: Die politische Entscheidung liegt auch bei den Venetianen haben sie aber nicht gemacht.
00:17:38: Es gibt nichts so in schwarz-weiß.
00:17:40: Aber uns hätte es hier schon gereicht wenn größere Einsicht daher Tourismus mit Einsicht Bei den Organisationen greifen würde.
00:17:48: und dass Ist erfolgt.
00:17:50: wir haben zwar nicht die welt verändert aber Wenn man sich das anguckt heute Bei allen größeren Reiseveranstaltern in den touristischen Destinationen gibt es Nachhaltigkeitsmanagerinnen, deren Aufgabe ist sich mit den Formen und Folgen auseinanderzusetzen.
00:18:06: Und das ist eine konsequente Folge aus diesen Fragestellungen die wir aufgeworfen haben und die wir immer wieder nach vorne gebracht haben.
00:18:14: Das ist wahrscheinlich auch so ein bisschen der Beweggrund dass du dann einundneinzig dich selber entschieden hast Futur zu gründen und auch E-Kotransmitz zugestalten.
00:18:22: vielleicht nimmst du uns da ein bisschen mit.
00:18:24: Was ist vorher passiert?
00:18:25: noch, dass du gesagt hast ich mache das jetzt?
00:18:29: Es war einfach.
00:18:30: nach Studioses hatte mich Herbert Hoffmann vom ADAC gefragt ob ich nicht Lust hätte beim ADAC anzufangen.
00:18:37: wenn ich die Maschinenpistole weglasse und die Laubsäge rauswohle dann könnte mir versprechen da könnte man ein bisschen was verändern.
00:18:43: Da stirbt sozusagen eine ganze Führungsebene demnächst ab.
00:18:47: die gehen alle in Pension.
00:18:49: Dann wurden im selben Jahr sechs oder acht potenzielle Führungskräfte eingestellt.
00:18:53: Erst mal als Sachbearbeiter, ein halbes Jahr bis die Personalsituation geht.
00:18:57: Und dann war ich sechs Jahre beim ADHC und habe sehr viel gelernt.
00:19:01: Ich hatte so einen Bart, ich sah aus wie ein Taliban und zwar das grüne Gesicht vom ADH C. Und ich musste nie einen einzigen Text vorlegen.
00:19:10: Ich bin auf Tagungen gegangen, ich hab Veranstaltungen besucht im Namen des ADHCs da eine ganz lange Leine von meinem Chef.
00:19:19: Und in der Fall habe ich sehr viel gelernt, in der Zeit.
00:19:22: Sehr viele Ausbildungen macht Schule und gemacht beim ADAC.
00:19:25: Hat der ADAC da erst begonnen, touristisch aktiv zu sein?
00:19:28: Nein,
00:19:28: nein, das gab ja schon einen ADAC-Reise gegen BH und es gab die Touristik war relativ groß.
00:19:33: Ich war leider der Turmberatung also die Kunst oder kannst immer noch als Mitglied kostenlos nicht beraten lassen, wie komme ich von A nach B und Karten und Materialen?
00:19:43: aber was mir dann aufgefallen ist wir haben Für den ADAC Fachleute beauftragt, die bestimmte Broschüren gemacht haben wir die Professorin Omeis Strake.
00:19:52: Da ging es um neues Denken im Tourismus.
00:19:55: also wie organisiert man solche Tourismus-Leitbilder mit runden Tischen oder umweltfreundliche Standortfinding für Campingplätze, familiengerechte Ferienortplan?
00:20:04: und das waren so die Titel dieser Broschüre.
00:20:07: Und da hatte ich einen Auftrag, ich sollte mal gucken.
00:20:09: Weil wir die kostenlos als ADAC an die sechstausend Tourismusgemeinden damals hießen den Aufwändenverkehrsgemeinden abgegeben haben arbeiten sie überhaupt damit?
00:20:19: und so kam ich an die Schränke der Bürgermeister- und Landräte und da war ich baff.
00:20:25: Da standen zwar auch unsere Broschüren aber da standen auch Diplomarbeiten, hieß das früher irgendwelche Gutachten, die in Auftrage gegeben waren und keiner hat das umgesetzt.
00:20:36: Das kann nicht wahr sein.
00:20:37: Die geben einen Schweinegeld aus und setzen nicht um.
00:20:39: Dann habe ich gesagt, okay... Ich mache mich selbstständig?
00:20:43: Und setze nur das um was schon da ist!
00:20:45: Deswegen heißt Futur vor Umwelt, Tourismus und Regionalberatung die Umsetzungsberatungen.
00:20:51: Das war der Ausgangspunkt dass man das was da ist einfach nur mal umsetzt.
00:20:56: Da waren Defizit, die haben den Auftrag.
00:20:58: Wir nennen das Spaßes halber und Nuchen gut.
00:21:01: achten also ein Bürgermeister, er vergibt einen Auftrag und macht mir mal ein Tourismus Leitbild.
00:21:06: Er zahlt fünfzigtausend Euro, kriegt von der Firma ein Tourismus-Leitbild ... Da nimmt er das in den Fangs.
00:21:15: und dann?
00:21:16: Was macht er jetzt?
00:21:17: Der weiß wie es geht oder kann's nicht machen?
00:21:19: Ich
00:21:19: hab's halt so geholfen, dass er auch die Marke aufbaut und das ... Ja
00:21:23: also das war früher so.
00:21:24: ja Dann hast du deine Arbeit abgegeben als Berater Und jetzt musste der Bürgemeister sehen wir diese vollen Ideen umsetzen und wir haben dann Auf der Basis übrigens einer ADAC, wo schliuere Neues denken.
00:21:37: Diese Umsetzung begleitet.
00:21:38: wir haben gesagt okay von uns kriegst du kein Gutachten.
00:21:41: wie entwickeln das mit deinen Bürgerinnen und Bürgern?
00:21:44: Aus den Ergebnissen des Gutachtens ist das schon vorliegt.
00:21:46: Nein da haben wir nur eine kleine Ist-Analyse vorher geschoben.
00:21:50: die haben wir diesen Menschen die am Runden Tisch Platz nehmen vorgestellt und mit denen dann diskutiert.
00:21:56: ist es so wie wir das sehen?
00:21:58: sind das eure Stärken?
00:22:00: sind das euren Schwächen?
00:22:01: So ist der Markt.
00:22:02: Das ist die Konkurrenz.
00:22:04: Seht ihr das auch so?
00:22:06: Und diese Leitbildentwicklung dauert ungefähr acht bis zehn Sitzungen alle vier Wochen mit zwanzig bis fünfundzwanzig Teilnehmern aus den verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen, also aus der Landwirtschaft jemand aus der Kommunalverwaltung, Architekten, Stadtplaner, Hoteliers, Gastronomen usw.
00:22:23: Und das ist natürlich eine spannende Diskussion weil wenn du von außen kommst siehst manches anders.
00:22:28: ja Ich erinnere mich noch.
00:22:30: Nennen wir
00:22:31: vielleicht mal, weil die ZuchererInnen brauchen es vielleicht greifbarer?
00:22:34: Gibt's denn tolle Beispiele, die ihr mit Futo damals in den Beginn mit der Destinationen umgesetzt habt?
00:22:41: Tolle Erinnerungen als Leuchtturmprojekte!
00:22:43: Ja also ich glaub zweiundneinzig haben das Tourismus-Leitbild für das Biosphärenreservat Röhn gemacht.
00:22:48: Erste Sitzung, also Menschen aus der Röhne sind am runden Tisch.
00:22:52: Wir moderieren, lacht der erste.
00:22:55: Jetzt immer Sie wissen schon was Mich hier sagt in der Röhe, ne?
00:22:57: Soll ich nicht?
00:22:57: Was sagt man denn?
00:22:58: Die Röhne ist schön, aber ohne Röhner ist sie schöner.
00:23:03: Oh das ist ja super!
00:23:04: Das macht richtig Spaß jetzt mit euch zusammenzuarbeiten.
00:23:07: und da ging es dann darum zum Beispiel das Röhnschaf zu erhalten.
00:23:12: Es gab nur noch eine kleine Gruppe von Röhnschafen die wichtig sind für dieses Mittelgebirgert was Land der offenen Fernen heißt weil die Röhlenschafe das sind diese Schafen mit schwarzen Kopf- und einem besonderen Gebiss abgemäht, deswegen ist es nicht wie im Schwarzwald bewaltet sondern offene Ferne.
00:23:32: Und um die wieder zu etablieren haben wir dann gedacht Schutz durch Nutzung also müssen das Lampfleisch wieder auf die Speisekarte kriegen.
00:23:39: und da war natürlich der Ansatz Wie kriegt man das?
00:23:43: Dann haben wir versucht die Adressen rauszukriegen von zwei Hundert Hoteliers und Gastronomen aus den drei Ländern hessentürigen Bayern holen drei ländereck und haben eingeladen zu einem Lamm Essen.
00:23:57: Wir haben vierzehn verschiedene Lamm-Variationen von unserem Kochwerden-Kochenteam kochen lassen.
00:24:02: Röner Bier, Rönerschnäpsel und so weiter dazu gereicht haben den Schäfer besucht im Stall und von den vierzig hat einer umgestellt vom Neuseeland-Lamm auf Röhenschaf.
00:24:14: Warum?
00:24:14: Weil das hundertprozent teurer war!
00:24:17: Und die anderen haben dann ihn erst mal ausgelacht und haben gesagt Moment mal wie blöd ist der denn?
00:24:22: Der zahlt ja viel mehr.
00:24:25: Und dann haben wir aber eine gute Presse gehabt, über das Biospherenreservat wurde in der ganze Seite in der Frankfurter Rundschau gebracht und da gab es unten nur eine Adresse seinen Laden.
00:24:34: Warum?
00:24:34: Weil kein Anderer hat das gemacht!
00:24:37: Dann haben sie gesehen, dass ist erfolgreich, dann kam das zweite Art im ersten A-Auslochen anmachen.
00:24:44: Darf ihr den noch ausbilden wenn da nur Ruhener Spezialitäten gekocht werden?
00:24:49: Dann kann ja keinen Lobster mehr zerlegen.
00:24:51: uns weiter.
00:24:52: Und als auch das überstanden war, kamen das dritte A abkupfern.
00:24:56: Also plötzlich gab es mehr Röhnschafe auf der Speisekarte als auf der Weide... Ja, aber rund um das Grünschaf hat sich die Röhnen sozusagen etabliert und das ist ja aus einem sehr schönen Prozess entstanden.
00:25:08: Das ist wirklich ein sehr schönes Beispiel.
00:25:10: Hast du damals schon die Nachhaltigkeitszertifikate parallel?
00:25:14: Das war ja mit Green Globe und Tour Zärt.
00:25:16: War das eine parallele Zeit oder kam es... Es
00:25:18: kam zehn Jahre später.
00:25:20: Können wir den kurzen Schwenk in diese Zeit machen weil ich glaube dass du das besonders stark prägst im deutschen Tourismus.
00:25:30: Kannst du es da ein bisschen abholen?
00:25:32: Das ist wahrscheinlich vor allem mit deiner Firma, die du gemacht hast oder mit GreenGlobe.
00:25:37: Wie entstand diese Nahrhaltigkeit?
00:25:39: Irgendwann war der Wunsch offensichtlich und von allen auch gefordert.
00:25:43: wie kann man das eigentlich beweisen?
00:25:45: Wie kann man die Nachhaltigkeit überprüfen damit kein GreenWashing betrieben wird?
00:25:51: Inzugelassen sind verschiedene Zertifizierungssysteme entstanden.
00:25:54: weltweit haben sich Organisationen gegründet, die versucht haben das in den Griff zu kriegen nach bestimmten Kriterien, in bestimmten Intensitäten und so weiter.
00:26:05: Und eine der Führenden war GreenGlob, nehmt ich dann im Jahr zwei Tausend Neun habe ich mich da ausbilden lassen mit meiner Frau und Freunden zum GreenGlob Auditor und hab dann die Deutschlandrepräsentanz und ein Mitteleuropa-Repräsentanz für die übernommen bis zwei tausend vierzehn und da haben wir im Zuge dessen Ich glaube, vierzig Kongresszentren nachhaltig auditiert.
00:26:27: Die wurden dann zertifiziert.
00:26:29: Diverse Hotels-Hotelketten die Intercontis, die Möwenpicks und so weiter.
00:26:33: Und da haben wir auch gesehen wie das ökonomisch gut sich darstellen lässt weil mittlerweile hat sich weltweit etwas getan.
00:26:42: Die großen internationalen Companies mit diese ja auch am Finanzmarkt bedienen.
00:26:47: Die werden geredet.
00:26:48: A, B, B. Du kennst das?
00:26:50: Diese Rating Systeme Und in diese Ratings haben sich über die Jahrzehnte, muss man sagen auch soziale und ökologische Kriterien eingeschlichen.
00:26:59: Plötzlich war es für sie wichtig im Rating nicht abgeratet zu werden sondern das Rating entweder zu verbessern oder zu halten und deswegen haben die ihre verschiedenen Departments angewiesen auch das Thema Nachhaltigkeit zu fahren.
00:27:12: Wo
00:27:13: stehen wir denn da heute?
00:27:14: Oder wo stoßen wir da an Grenzen?
00:27:16: Es geht auch um... Wie du sagst, Dinge schleichen sich ein.
00:27:20: Wie transparent ist das Thema?
00:27:21: Wie aktuell ist das heute noch und wie gehen wir damit um?
00:27:25: Wenn man sich anguckt dass die Bundesbediensteten nicht mehr so einfach reisen können wie sie wollen sondern eigentlich nur in nachhaltig zertifizierten Hotels übernachten dürfen.
00:27:35: Das sind immerhin auch ein paar hunderttausend Menschen die da jährlich unterwegs sind.
00:27:39: also dann hatte ich schon was eingeschlichen sage ich mal in die Politik In der Industrie und in der Wirtschaft war das schon viel länger so.
00:27:46: Also wenn du in einem Reisebüro reingehst und fragst nach Nachhaltigkeit, dann ist es etwas schwierig weil die das teilweise nicht auf dem Schirm haben.
00:27:54: aber wenn sie eine Business Abteilung haben Geschäftsreisen, da wissen die sofort Bescheid!
00:27:59: Weil nur die Hotels können Sie anbieten, weil die gefordert werden.
00:28:04: also wir haben dann eine Zweigleisigkeit.
00:28:06: im business travel ist es schon längst gesetzt.
00:28:09: Im Leisure-Travel ist es noch nicht so, da fehlt der ökonomische Druck.
00:28:15: Deswegen ist das eine freiwillige Sache ob ein Hotelier sich zertifizieren lässt oder nicht?
00:28:20: Nein, dann ist auch immer die Frage was bringt mir das?
00:28:24: und Es ist aber so dass wenn du deinen Laden im Griff hast mit allen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Dann hast Du Wenn Du dich einmal auf diesen Zertifiziertungsfahrt begibst ihn auch mit diesem ganzen Nachhaltigkeitsaspekten im Griff.
00:28:39: Das ist am Anfang mal etwas schwierig, diese Zahlen-Datenfakten zu ermitteln.
00:28:43: Wasserverbräuche, Papierverbrüche et cetera.
00:28:46: Wie der jetzt noch schlimmer mit künstlicher Intelligenz verbräuchte, das kann man gar nicht mehr richtig messen.
00:28:50: aber Kommerspieler... Genau!
00:28:51: Ne, aber das ist auch so ein Thema.
00:28:53: Aber anschließend hast du einmal ich sag mal rein betriebswirtschaftlich gesehen dein Laden im Griff.
00:28:58: dann hast du Vorteile dass du ein besseres Image hast.
00:29:01: Du kriegst leichter Personal wenn du ein besseres Image hast.
00:29:05: ja Das ist ja auch ein großes Problem heute, die Personalsituation in der Hotellerie.
00:29:11: Und du kannst mit dem Thema Marketing machen und es ist auch etwas was den Stolz der Eigentümer sozusagen noch bisschen repräsentiert wenn sie da einen Preis kriegen, eine Auszeichnung bekommen.
00:29:23: Stolze der Egentümer.
00:29:25: aber wenn Du auf Dich guckst, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht worauf wirst Du am meisten stolz im Rückblick oder aktuell?
00:29:34: Ich bin erst mal stolz darauf, dass ich über meinen Arbeitsleben hinweg mit diesem Thema auch Geld verdienen konnte.
00:29:44: Das ist ja nicht selbstverständlich.
00:29:46: Nach dem Studium war die Frage, wenn du so eine kritische Einstellung hast zum Tourismus, wo gehst denn eigentlich hin?
00:29:52: Damals gab es für mich nur zwei Reiseveranstalter, die in Frage kamen.
00:29:55: Die so einen Anspruch hatten, der eine war studiose, da bin ich dann auch hingegangen.
00:29:59: Das war nicht einfach!
00:30:00: Heute ist das viel einfacher.
00:30:02: Das heißt mit meinen Kollegen Herbert Haml hat dann parallel, wie ich die Kultur gegründet habe, EcoTrans gegründe diesen Zusammenschluss von Nachhaltigkeit interessierten Beratern aus Europa.
00:30:12: Das ist ein Netzwerk was bis heute trägt und da haben wir uns dann gegenseitig informiert über Aktivitäten in den anderen europäischen Ländern gemeinsam auch EU-Projekte gemacht Förderprogramme genutzt für diese Themen Und da bin ich stolz darauf dass es sozusagen einen Wert der geschaffen wurde.
00:30:31: Natürlich haben wir nicht die Welt verändert, es wird immer noch zersiedelt.
00:30:34: Mein großer Mentor Jus Krippendorf, ein Professor von der Berner Uni, der hat mal einen Standardwerk geschrieben – Die Landschaftsfresser!
00:30:42: Das kannst du heute noch eins zu eins verwenden weil das hat sich nichts geändert.
00:30:47: Südtirol, die umweltfreundlichste Winter-Olympiade aller Zeiten sollte es werden.
00:30:52: ja Bullshit, die haben Neue gebaut, haben nicht die alten Anlagen genutzt, haben wieder zersidelt.
00:30:59: Also so könntest du auch verzweifeln, kannst sagen.
00:31:01: Es tut sich scheinbar dann doch nicht weil sie nichts gelernt haben aus der Entwicklung.
00:31:07: und dennoch
00:31:08: war es nicht umsonst sondern so wahnsinnig wichtig dass wir uns damit befassen und immer noch befassen.
00:31:14: jetzt machen wir gemeinsam eine kleine Zeitreise durch diese Destinationstourismus.
00:31:19: Geschichte haben eigentlich in den ganzen Fragen die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz bewusst gar nicht so aktiv besprochen.
00:31:27: Dennoch würde ich sie gerne streifen, weil wir stecken ja seit Jahrzehnten in der Digitalisierungsphase im Tourismus und jetzt kommt noch die künstliche Intelligenz dazu.
00:31:36: Kannst du das in deine Arbeit ein bisschen in Kontext bringen?
00:31:39: Was verändert das für dich?
00:31:41: Und wie bewertest Du die Entwicklung der Digitalisierung mit Tourismus?
00:31:45: Wenn du dir anguckst früher hast als Berater, wenn du einen Angebot gemacht hast für eine Entwicklung einer Destination dann hast du eine Istanalyse gemacht.
00:31:54: Sie war dann vielleicht Dreizig Prozent des Angebots.
00:31:58: hast du dich mit dieser Frage beschäftigt, was sind die Sterben?
00:32:01: Die Schwächen und so weiter.
00:32:02: Wie sieht der Markt aus?
00:32:04: Was gibt es für Bandschmarks
00:32:05: usw.?
00:32:06: Das kannst Du heute mit der KI machen!
00:32:09: So dann muss das natürlich trotzdem nur überprüfen.
00:32:10: aber das geht heute natürlich erärztfatz.
00:32:14: Das heißt musst ganz andere Angebote schreiben dass das eine.
00:32:18: gleichzeitig hast du auch mehr Zeit für die Umsetzungsberatung.
00:32:24: Also wenn es nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung steht, und du aber dreißig Prozent deiner Arbeitszeit gar nicht mehr verbrauchst für diese Stufe eins.
00:32:32: Dann hast du die im selben Budget sag ich mal für die Stufe drei, wenn's darum geht.
00:32:37: Wie kriegen wir denn das ins Laufen?
00:32:39: Und von daher sehe ich also Chancen in der Digitalisierung und mit KI.
00:32:45: Aber ist wie generell mit der KI gebraust aus meiner Sicht.
00:32:49: Wir hatten das am Anfang den gesunden Menschenverstand, der noch überprüft hat das eigentlich Hand und Fuß.
00:32:56: Was ich so toll finde bei dir, dass du dich entschlossen hast als Professor tätig zu werden weil ich als Student hätte mir nichts mehr gewünscht Fragen stellen zu können wie war es früher?
00:33:07: was in die Learnings?
00:33:09: Und vor allem bleibst du glaube ich auch gleichzeitig am Puls der Zeit mit den Studenten was Digitalisierung Technologien und Möglichkeiten angeht.
00:33:16: erzähl uns ein bisschen Wie kam's überhaupt zu diesem Schritt, dass Du gesagt hast in einer Uni oder ich möchte Professor werden, hat sich das ergeben.
00:33:26: Hast du das bewusst gemacht?
00:33:28: Gehst du damit weg vom Tourismus oder bist du gleichzeitig im Tourismus?
00:33:32: Also
00:33:32: die internationale Hochschule IU haben mich angefragt vor zweieinhalb Jahren.
00:33:38: Die haben eine Anzahl von Professoren gesucht weil sie zu digital aufgestellt waren und es gab wohl aus der Studentenschaft der Wunsch nach Fleisch.
00:33:48: Man wollte mal wieder mit ein paar Menschen reden.
00:33:51: also in dieser Welle Der Aufrüstung mit Professoren wurde ich auch angefragt.
00:33:55: Dann bin ich nach einem bestimmten Verfahren, Probevorlesungen
00:33:59: usw.,
00:34:00: beim Campus Essen gelandet.
00:34:02: nicht München wie du eingangs sagst so noch ein Essendproblem
00:34:05: und
00:34:06: auf jeden Fall die Hochschule ist eine der größten in Deutschland mit über hundertdreißig tausend Studenten, zweiund dreißig Standorte.
00:34:13: Da läuft vieles online natürlich und muss nicht erwähnen dass mir die On-Side Vorlesungen natürlich mehr Spaß machen wenn du die Studis vor dir hast und mit ihnen was machen kannst.
00:34:24: Aber dadurch habe ich die Möglichkeit, wie du das schon richtig sagst auch viel zu lernen.
00:34:29: Ich hab einen großen Respekt für diese Generation Z wo immer wieder auch seitens der Politik gesagt wird sie wollen nicht, haben Live Balance im Kopf und Freizeit usw.. Die Studis die ich sehe dieses duales Studium die arbeiten in einem Betrieb gehen noch in die Hochschule kriegen ein schlechtes Geld von dem Betrieb.
00:34:51: Wir müssen meistens noch einen Zweitjob machen, damit sie genügend Geld haben... ...die zum Leben
00:34:56: schwierige
00:34:56: Wohnungssituationen sind und sind total positiv drauf trotz dieser Situation.
00:35:02: Und ich habe da unglaublich nette Persönlichkeiten kennengelernt.
00:35:06: Ich hab mir natürlich auch vorgenommen was nicht üblich ist.
00:35:09: Ich habe gesagt, ich will mal eure Betriebe mir angucken.
00:35:12: Ich bin dann also hin und habe mir so verschiedene Betrieber angeguckt mit den Managern gesprochen usw.
00:35:17: ein ganz gutes Verhältnis zu den Spiels mit aufbauen können und mir bringt das viel.
00:35:23: Ich gehe da freudig hin, ich war morgens mit dem Zug nach Essen.
00:35:27: Ich habe vier Stunden von mir zum Bahnhof und in Essen sind es acht Minuten bis zur Uni.
00:35:32: Es macht mir Freude!
00:35:34: Bist du dann auch noch im Futur als Berater tätig?
00:35:37: Ja,
00:35:37: das ist ein zweijahres Vertrag.
00:35:38: uns ist eine zwei Drittelstelle und ich hab ne Nebentätigkeit bescheiden.
00:35:42: Ich kann also weiter meine Beratungen machen.
00:35:45: Das
00:35:46: finde ich sehr inspirierend.
00:35:48: Vor allem würde ich mich freuen, wenn diese jungen Menschen aus diesen Unis rauskommen auch im Tourismus landen – das ist übrigens, wenn ich mit anderen Hochschulen unter Halte relativ selten der Fall -, dass wir dieses Know-how und dass wir investieren in eine Universität selten dann auch profitieren können.
00:36:04: Ich könnte mir vorstellen, dass die Branche nach wie vor zu schlecht bezahlt ist und dass die Wertschätzung in der Branche vielleicht noch nicht so vorherrscht als wir uns das wünschen.
00:36:13: Was denkst du darüber?
00:36:16: Und ich sehe das ja, die Betriebe könnten eigentlich viel mehr von den Studis lernen.
00:36:21: Praktisch.
00:36:22: kein Betrieb fragt ihr mal was hast du eigentlich gelernt?
00:36:25: Was bringt uns das?
00:36:25: Gibt's da irgendwas?
00:36:27: Gilt es etwas Neues?
00:36:28: Man regelmäßiges Meeting oder einmal im halben Jahr wenigstens mal fragen ist dir was aufgefallen?
00:36:34: bei uns können wir was ändern.
00:36:36: also da ist noch Luft nach oben würde ich sagen.
00:36:39: der Vorteil ist halt wenn sie Leute aus der Praxis holen dass die Theorie angereichert wird mit zig Beispielen.
00:36:47: Das ist halt der Vater, wenn du älter bist dann greifst du in den Koffer der Erfahrung und siehst was für sich digitale Business-Modell sagt.
00:36:55: da hast du nur Unterfütterung oder was weiß ich.
00:36:58: die Kurse dich gerade habe sind Nachhaltigkeit und Destinationsmanagement Qualitätsdurismus Projektmanagement.
00:37:05: Da ziehst du natürlich Beispiele raus und dann wird das Ganze farbig.
00:37:08: Wenn Du das integrierst Dann ist es nicht das Absondern von Theorie sondern du kannst es verknüpfen mit praktischen Beispielen.
00:37:16: Und letzter Satz dazu, wir haben auch die Möglichkeit fachexkursionswahl.
00:37:20: ich fahre jetzt mit den Studis zum Beispiel im Rahmen von Destination Management einen Tag nach Maastricht und gucken uns das Modell an.
00:37:27: Die sind ganz vorne dabei.
00:37:29: also die machen sozusagen diesen modernen Ansatz wie Gentbrücke Freiburg
00:37:35: usw.,
00:37:36: indem sie sich voll auf die Lebensraum gestaltung kaprizieren.
00:37:41: Also alles was sie tun, touristisch muss auch der einheimischen Bevölkerung
00:37:44: dienen.".
00:37:46: Ja also das ist ganz spannend nämlich die Frage wie setzen Sie denn um?
00:37:50: Das ist ja ein heeres Ziel aber wir machen es jetzt konkret.
00:37:53: Wie kommen Sie da hin?
00:37:54: und dass werden wir dann am zweiten
00:37:56: Juni
00:37:57: uns mal angucken.
00:37:58: Peter unsere Zeit läuft so schnell und ich könnte dir noch so viele Fragen stellen.
00:38:02: Aber wir kommen an den Punkt wo wir unseren Zuhörerinnen einen Tipp mitgeben wollen.
00:38:07: Bei uns hören wahrscheinlich viele Destinationen zu, aber vielleicht auch Studenten, Touristiker.
00:38:13: Wenn du aus deiner langjährigen Erfahrung einen Tipp rauspicken müsstest, den du vielleicht auch deinen Studenten sagst was wünschst du dir vielleicht noch im Tourismus und was für ein Tipp gibst du mit?
00:38:24: Würde mich freuen wenn du da was zu sagen könntest.
00:38:29: Also wenn ich da einen wichtigen Tipp abgeben könnte dann ist es lasst euch nicht von dem Trend leiten, dass die Nachhaltigkeit keine Rolle mehr spielt.
00:38:40: Momentan ist das so im Synken der Begriffes schillernd.
00:38:44: manche verwechseln den Begriff, die sagen ich bin nachhaltig an dem Thema interessiert und mein grundsätzlich oder dauerhaft ist der begriff schon verwischt.
00:38:53: andere sagen nachhaltiges Wischi Waschi.
00:38:55: was ist das eigentlich?
00:38:57: Und plötzlich mit der Digitalisierung stehen jetzt andere Aufgaben im Raum umstellen, umdenken Und da fällt das so ein bisschen hinten runter.
00:39:07: Aber ohne die Nachhaltigkeit ist im Tourismus kein Blumentopf zu gewinnen, weil es gibt keine Branche auf der Welt, die so abhängig ist von einer intakten Landschaft und einer Aufnahmebereitende Völkerung wie der Tourismus.
00:39:22: Wenn das nicht mehr der Fall ist, kannst du zumachen!
00:39:26: Weil Overtourism ist ein Beispiel, wer möchte angespritzt werden vom Einheimischen mit Tourist Go Home sprüchen, begrüßt werden keiner.
00:39:36: Vielen Dank Peter.
00:39:36: das ist ein wirklich tolles Schlusswort.
00:39:40: vielen dank für die inspirierende Zeit.
00:39:42: wie gesagt es ist viel zu kurz gewesen.
00:39:44: ich freue mich aber trotzdem dass du da warst und danke auch euch dass ihr zugeschalten habt dass ihr zugehört habt wenn es euch gefallen hat liked es teilt es und vor allem seit nächstes mal wieder dabei.
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